Für Betroffene

Für Betroffene

Bezug nehmend auf einen Beitrag von Sarah Schmid:

"***Berichte gesucht!***

Ich muss mal wieder was tun, damit ich mich nicht unnötig aufrege.
Immer wieder begegnen mir Berichte von Frauen, wo in der Frühschwangerschaft im Ultraschall ein totes Baby diagnostiziert wurde, was sich dann als intakte Schwangerschaft herausgestellt hat. Entweder, weil die Mutter die Ausschabung verweigerte um den natürlichen Abgang abzuwarten oder weil noch einer oder mehrere andere Ärzte geschallt haben oder weil das Baby - in einer späteren Schwangerschaftswoche fälschlicherweise als tot diagnostiziert, sich nach der erzwungene Geburt noch bewegte.

Es ist also völlig unklar, wieviele intakte Schwangerschaften auf die Weise beendet werden - ohne dass die Frauen über das Risiko aufgeklärt werden.

Das muss sich ändern. Deshalb suche ich weitere solcher Berichte, wo ein totgeglaubtes aber lebendiges Baby ausgeschabt/abgetrieben werden sollte oder wurde. Diese Berichte würde ich auf meiner Webseite www.geburt-in-eigenregie.de zusammenstellen und anonym veröffentlichen. Damit Frauen sich vor der Entscheidung zur Ausschabung dieser Sache bewusst sind.

Nachricht gern als PN oder an Sarah.schmid81@gmail.com"

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Hallo ihr Lieben,

dies betrifft auch insbesondere unsere Angel Babys Thematik.

Bitte lasst euch nicht bei einer solchen Diagnose verunsichern, drängeln.
Wenn ihr eine Diagnose erhaltet, dass euer Baby angeblich tot sei, holt euch bitte bitte min. eine 2. Meinung ein. Dies ist bei gesetzlichen Krankenkassen kostenlos.

Wenn mehrere Ärzte diese Diagnose stellen, ist eine erzwungene Abtreibung, Ausschabung oder eingeleitete Geburt KEINE PFLICHT!
Ihr MÜSST DAS NICHT TUN!
Ihr seid deshalb KEIN SCHLECHTER MENSCH!

Der weibliche Körper ist fähig ein totes Baby zum richtigen Zeitpunkt selbst zu "gebären" ohne euch zu schaden.
Ihr habt genügend Zeit um euch von eurem Baby zu verabschieden und euch auf die Trennung einzulassen.
Eine Ausschabung kann gravierende Folgen haben, besonders für den Körper, aber selbstverständlich für die Seele.
Es kann zu Verletzungen kommen, es könnte sein, dass ihr danach keine Kinder mehr bekommen könnt.
Viele Frauen fühlen sich danach wie ein Objekt, wie ein Tier, ungewollt misshandelt, nicht verstanden.

In einer solchen traumatisches Situation und nach einem solchen Erlebnis bringen die wenigsten Frauen ihren Arzt vor Gericht.
Die wenigsten Menschen zweifeln am Rat eines Arztes und zeigen viel schneller mit dem Finger auf die Mutter, da in unserer Gesellschaft der Arzt einen Heiligenstatus hat.
Eine Motivation solche Eingriffe zu empfehlen, ist vor allem die Vergütung.

Aus eigener Erfahrung, Tochter aus Ärztefamilie, kann ich nur bestätigen, dass Ärzte simple Menschen sind und nur über begrenztes Wissen verfügen.
Sie empfehlen das, was im Buch während des Studiums stand oder was auf der letzten Fortbildung vom Pharmaunternehmen empfohlen wurde.
Nicht jeder Arzt hat den Blick für das Ganze und selten wird hinterfragt ob etwas überhaupt notwendig ist.
"Man hat es gelernt, also ist es richtig."

Hört auf euch, auf euer Herz, auf euer Bauchgefühl.
Niemand darf euch etwas antun, wenn ihr dies nicht wollt!

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Weiterführende Links:

https://www.ksta.de/ratgeber/familie/alles-auf-stopp-was-passiert-nach-einer-fehlgeburt---und-wo-finden-frauen-hilfe--821204

https://www.profamilia.de/

Online-Beratung & Stärkung eurer Situation und Rechte: https://www.profamilia.de/bundeslaender/nordrhein-westfalen/beratungsstelle-burscheid/beratung-nach-fehlgeburt-oder-totgeburt.html

Trauerbegleitung: https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/fehlgeburt-totgeburt/zeiten-der-trauer/#c11239

Bitte holt euch Hilfe wenn es euch schwer fällt im privaten Kreis darüber zu sprechen. Fast alle Betroffenen fühlen sich besser und stärker, wenn sie mit jemandem darüber reden können. Wendet euch bitte an solche Stellen, die euch bei allem begleiten können. Sei es auch nur anonym.